Auf Initiative der Fliesenlegerinnung Ulm wurde ein dreitägiger
Mosaik-Intensivkurs auf die Beine gestellt.
Als Kursleiter konnte Herr Bruno Rodi aus Kostanz
gewonnen werden. Herr Rodi absolvierte von 1983 bis 1985 eine Ausbildung zum
Mosaikbildner bei der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München. Weitere
Stationen waren Hamburg, Wien, Kairo und New York, sowie die Teilnahme an
einer Weiterbildung beim Centro Internazionale Studi Insegnamento Mosaico in
Ravenna. 1989 eröffnete er die Mosaikwerkstatt Bruno Rodi in Konstanz am
Bodensee und führt seither Auftragsarbeiten und Projekt-Beratung durch. (www.Mosaikkurse.de)
Dank guter Kontakte durch die Mosaikkurse der letzten Jahre sagte Herr Rodi
spontan zu, einen solchen Kurs im BTZ Ulm wieder durchzuführen.
Nutznießer dieses Kurses sollten die Azubi’s des 2. Lehrjahres sein, die zu
dieser Zeit zur ÜBA anwesend waren.
Die Innungsvorstandschaft beschloss, in Absprache mit Herrn Rodi, einen
2-tägigen Mosaikkurs für Innungsmitglieder parallel dazu laufen zu lassen.
Am 12.9.07 war Kursbeginn für die Azubis. Für den 13. und 14.9.07 hatten
sich trotz
laufender Konjunktur 10 Mitglieder der Innung angemeldet. Mit Unterstützung
der
Handwerkskammer Ulm, die auch die Räumlichkeiten hierfür zur Verfügung
stellte,
konnte dieser Kurs durchgeführt werden.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den stellv. Obermeister Buck ging es
an die Arbeit. Herr Rodi machte zuerst mit Lichtbildern eine Einführung in
die Geschichte des Mosaikes, von der Antike bis heute. Er erklärte die
verschiedenen Techniken in der Verarbeitung und der Verlegung. Danach
konnten diejenigen, welche noch kein Motiv hatten, anhand einer großen
Auswahl eines aussuchen und auf eine Fliesenträger-Platte übertragen.
Mit Eifer gingen die Teilnehmer ans Werk, ihre Vorlagen in ein Mosaikbild
umzuwandeln. Zuerst mussten Fliesen entsprechend der Bildgröße in kleine
Würfel geschnitten werden, um damit der Figur oder dem Motiv einen Rand zu
geben. Diese wurden gleich mit Fliesenkleber auf die Platte geklebt, damit
sie nicht mehr verrutschen konnten. Danach wurden die Füllstücke geschnitten
oder gebrochen, je nachdem, ob gerade oder diagonale Auslegung angebracht
war.
Dank der günstigen Räumlichkeit neben den Azubis konnte Herr Rodi beide
Kurse gleichzeitig betreuen und die aufkommenden Fragen mit fachmännischem
Rat beantworten. Die Fragen bei so einem Mosaikbild waren von: „Wie soll ich
die Farbabstufung machen, damit ich eine räumliche Tiefe bekomme?“ oder „Wie
mache ich diesen Anschluss, damit das Bild als zusammenhängend erkannt wird?
“.
Jeder der Fliesenleger hatte die eine oder andere Frage zu seiner Arbeit.
Zur Mittagszeit lud die Innung die Kursteilnehmer in die Mensa der
Ferdinand-von-Steinbeis-Schule ein. Beim gemeinsamen Mittagessen wurden Erfahrungen und
Kenntnisse rege ausgetauscht.
Am zweiten Tag konnten die Teilnehmer schon die ersten Erfolge verbuchen.
Das Bild nahm Konturen an und man konnte schon deutlich erkennen, welches
Motiv ausgewählt wurde. Die Feinarbeiten und Auslegungen waren jedoch sehr
zeitintensiv, aber jeder der „Mosaikkünstler“ war der Meinung, dass er das
Bild zu Hause auf jeden Fall fertig machen wird.
Gegen Ende der Veranstaltung traf auch Obermeister Gerd Ernst im BTZ ein. Er
bedankte sich bei allen Teilnehmern, dass sie sich die knapp bemessene Zeit
genommen haben, sich innovativ weiterzubilden und damit eine evtl.
Branchennische zu erschließen. Ebenso dankte er der HWK für die
Unterstützung und Herrn Schmid, dem Ausbildungsmeister im BTZ für das
Organisatorische. Sein besonderer Dank galt Herrn Bruno Rodi, der es wieder
einmal verstand, alle Teilnehmer und auch die Azubi’s zu besonderen
Leistungen zu motivieren.
Mit einem kleinen Präsent und den besten Wünschen für die Heimfahrt schloss
er die Veranstaltung. |